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24. März 1997

FBI: Oswald war nicht in Mexiko-Stadt

Nur wenige Stunden nachdem Kennedy ermordet wurde, analysierten FBI-Beamte eine Tonbandaufzeichnung eines Telefonates, auf dem sich ein Mann in Mexiko-City selbst als Lee Oswald identifizierte. Sie machten eine erstaunliche Entdeckung: Die Stimme war nicht Oswalds.

Erst nach 36 Jahren veröffentlichte die Regierung eine Vielzahl an diesbezüglichen Details. Jahre zurück erklärte die CIA, dass das Originalband gelöscht sei. In vergangenen Jahren freigegebene Dokumente deuteten jedoch darauf hin, dass das Band erhalten geblieben ist.

Oswald war angeblich Ende September 1963 für einige Tage in Mexico-City. Während seines Aufenthaltes kontaktierte er die sowjetische und kubanische Botschaft, um Visa für eine Reise in die Sowjetunion über Kuba zu erhalten. Allgemeinhin ist bekannt, dass die CIA Telefonate abhörte und Überwachungsfotos machte. Der Geheimdienst behauptete aber, dass die Bänder der Telefonüberwachung routinemäßig gelöscht worden waren.

Ebenso bekannt ist, dass der angebliche Anrufer Oswald mit Valeriy Kostikov - einem angeblichen KGB-Offizier für Attentate und Sabotage - Kontakt suchte. Ein zwischen FBI-Direktor Hoover und Präsident Johnson kurz nach dem Attentat geführtes Telefonat bestätigt die Vermutung der FBI-Beamten, es mit einer Täuschung zu tun zu haben.

Wir haben hier das Band und die Fotografie eines Mannes, der in der sowjetischen Botschaft Oswalds Name nutzte ..., erzählte Hoover Präsident Johnson. Und weiter:

... das Bild und die Tonaufzeichnung korrespondieren weder mit der Stimmes des Mannes noch mit seinem Aussehen. Mit anderen Worten, es scheint, als war eine zweite Person in der sowjetischen Botschaft gewesen.

Hoover sagte auch, dass die Beweise, die man gegenwärtig gegen Oswald habe, nicht besonders stark seien. Zeitgleich äusserten sich aber hohe Offizielle in Dallas, man sei sicher, genügend gegen Oswald in der Hand zu haben.

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