Ex-US-Präsident geheimer FBI-Informant
Vertrauliche FBI-Papiere, welche diese Woche an die Washington Post übergeben wurden, geben detailliert darüber Auskunft, dass Gerald R. Ford das FBI im Geheimen über die Arbeit der Warren Kommission unterrichtete. Die Warren Kommission untersuchte 1963/ 1964 das Attentat auf Präsident John F. Kennedy.
Gerald Ford arbeitete in der Warren Kommission und wurde später US-Präsident.Die Existenz dieses Informationskanals sei seit über 30 Jahren bekannt, heißt es. Die jetzt bekannt gewordenen Papiere beschreiben detailliert die Funktionsweise des geheimen Informationsaustausches.
Ein aus Dezember 1963 stammendes Memo beschreibt, dass der damalige Republikanische Kongreßabgeordnete Ford über die Bedenken von zwei Mitgliedern der Warren Kommission informierte, dass Kennedy aus dem sechsten Stockwerk des Texanischen Schulbuchlagerhauses in Dallas erschossen wurde. Hier soll sich Lee Harvey Oswald aufgehalten und Kennedy erschossen haben. Hinzu kommt, dass drei der sieben Kommissionsmitglieder die Flugbahn der Geschosse nicht verstanden. Ford berichtete auch, dass das »natürlich kein Problem darstellen würde«.
Um wen es sich bei den Zweiflern handelte und was Ford mit »kein Problem« konkret meinte, geht aus dem Memo nicht hervor. Fakt ist, dass ein Teil der Kommissionsmitglieder zu Beginn ihrer Untersuchungen erhebliche Zweifel an der Schuld von Oswald hatten. Diese Zweifel hielten sich bis zum Ende ihrer Tätigkeit und fanden ihren Niederschlag nur angedeutet im offiziellen Abschlussbericht der Kommission.



